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Denkfabrik und Wegweiser – das Zukunftslabor indeland 2019

21.06.2019 10:56
Denkfabrik und Wegweiser – das Zukunftslabor indeland 2019

Denkfabrik und Wegweiser – das Zukunftslabor indeland 2019

Unter dem Titel „Wandel gemeinsam gestalten“ setzt das siebte Zukunftslabor indeland am 24. Juni erneut wertvolle Impulse auf dem Weg in die Zeit nach der Braunkohle. Mit der Präsentation des Fachbeitrags indeland 2.0 zeigen die indeland-Kommunen, wie sie sich die künftige Entwicklung der Region konkret vorstellen.

Wer sich über den Wandel im indeland aus erster Hand informieren möchte, für den ist dieser Termin ein Muss: das Zukunftslabor indeland. Seit sechs Jahren dient die jährlich stattfindende Konferenz traditionell als Update in Sachen regionale Strukturentwicklung. Sie setzt dabei immer wieder wegweisende Impulse, die weit über die Grenzen der Region hinaus Aufmerksamkeit generieren.

Die von der interkommunalen Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH (EwiG) organisierte Dialog-Veranstaltung bringt nicht nur die zentralen Akteure des regionalen Strukturwandels ins Gespräch, sondern versteht sich gleichsam als Denkfabrik, in der die Visionen für die Zeit nach dem Ende der Braunkohle konkrete Formen annehmen. Hier diskutieren Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft über die laufende Transformation und entwickeln gemeinsam Strategien, um die einmaligen Chancen des Wandels im Sinne einer zukunftsfähigen Entwicklung zu nutzen.

Kooperation mit dem Kreis Düren

Dieses Jahr findet das Zukunftslabor am 24. Juni (Montag) im neuen Kongresszentrum des Kreises Düren statt und steht unter dem Titel „Wandel gemeinsam gestalten“. Eine besondere Betonung liegt dabei auf dem Wort „gemeinsam“, denn das Event ist diesmal zugleich Zukunftslabor indeland und Strukturwandelkonferenz des Kreises Düren. Im Fokus stehen diesmal insbesondere die Perspektiven, die sich aus den aktuellen Empfehlungen der Strukturkommission der Bunderegierung für die Braunkohlereviere im Rheinland ergeben.

„Die enge Zusammenarbeit mit dem Kreis ist logisch und sinnvoll“, sagt Jens Bröker, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH (EwiG), die 2019 bereits im siebten Jahr in Folge zum Zukunftslabor einlädt. „Das indeland und der gesamte Kreis Düren stehen angesichts des Strukturwandels und des absehbaren Endes der Braunkohleförderung vor immensen, gemeinsamen Herausforderungen.“

Chancen für die Region nutzen

Nach den Empfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ soll es umfängliche Strukturhilfen für das Rheinische Revier geben. Das indeland und der Kreis Düren sind auf den Transformationsprozess vorbereitet und arbeitet bereits seit Jahren Hand in Hand an zukunftsweisenden Projekten. So wollen sie die Chancen des Strukturwandels bestmöglich zu nutzen. Zu den Vorzeigeprojekten zählen unter anderem der Brainergy Park Jülich, der Campus Aldenhoven und die Entwicklung des Kreises Düren als Modellraum für mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge.

Diese Themen werden auch die Agenda des Zukunftslabors bestimmen. Nach einem Impulsvortrag der Landtagsabgeordneten Dr. Patricia Peill wird Jens Bröker mit drei Gesprächspartnern – Prof. Dr.-Ing. Harald Bolt (Forschungszentrum Jülich), Prof. Dr.-Ing. Bernhard Hoffschmidt (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) und Prof. Dr. Michael Gramm (Brainergy Park Jülich) –  in „3 Thesen zum Strukturwandel“ die fachliche Sicht auf die tiefgreifenden Veränderungen in der regionalen Wirtschaftsstruktur beleuchten.

In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutiert Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren, dann mit Alexandra Landsberg (Stabsstelle „Strukturwandel Rheinisches Revier“ im NRW-Wirtschaftsministerium), Dr. Reimar Molitor (Region Köln/Bonn), Ralph Sterck (Zukunftsagentur Rheinisches Revier) und Prof. Dr. Christiane Vaeßen (Region Aachen Zweckverband) die gemeinsamen Perspektiven der gesamten Region.

Raumbild zeigt Potenziale des indelandes

Nach der Mittagspause stellen sich in Townhall-Runden mehrere Bürgermeister aus den Kommunen aktuellen Fragen, bevor im Rahmen der Veranstaltung schließlich der aktualisierte und finale „Fachbeitrag indeland“ an die Bezirksregierung Köln überreicht wird. Mit dem Fachbeitrag wurde auf Initiative der EwiG ein Raumbild für das indeland entwickelt, das die enormen Potenziale und die vielen sich daraus ergebenden Zukunftschancen der Region in die Neuaufstellung des Regionalplans der Bezirksregierung einbringt. Verfasst wurde das Dokument von der Prognos AG, die dazu ausführliche Gespräche mit den Kommunen und weiteren regionalen Akteuren führte. Dipl.-Ing. Oliver Lühr, Principal bei Prognos, präsentiert im Rahmen des Zukunftslabors die Kernaussagen und die einzelnen Raumbilder.

 

Zukunftslabor indeland –
Schwerpunkte 2013–2019

  • 2013: Die wirtschaftliche Komponente der regionalen Strukturentwicklung
  • 2014: Mit Energie in die Zukunft
  • 2015: Präsentation der Ergebnisse des Projekts „Strukturentwicklung indeland“
  • 2016: Ressourceneffiziente Zukunft der Region
  • 2017: Möglichkeitsräume im Rheinischen Revier
  • 2018: Zukunft konkret – Entwicklung braucht Raum
  • 2019: Wandel gemeinsam gestalten*
    (*mit Strukturwandelkonferenz des Kreises Düren)