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Sofortprogramm PLUS: Faktor X-Agentur will ressourceneffiziente Gewerbegebiete realisieren

09.09.2020 07:59
Sofortprogramm PLUS: Faktor X-Agentur will ressourceneffiziente Gewerbegebiete realisieren

Sofortprogramm PLUS: Faktor X-Agentur will ressourceneffiziente Gewerbegebiete realisieren

Das Projekt „Faktor X – Ressourcen- und Klimaeffizienz in Gewerbe- und Industriegebieten“ der ist der Förderung durch das „Sofortprogramm PLUS“ einen Schritt näher. Der Aufsichtsrat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier hat dem Vorhaben der Faktor X-Agentur der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH jetzt den zweiten von drei Sternen verliehen. Damit gilt das Projekt nun, ebenso wie der Brainergy Park Jülich, als „tragfähiges Vorhaben“.

Gemeinsam mit der Stadt Eschweiler und der Gemeinde Inden will die Faktor X-Agentur bis Ende 2025 ein ressourcen- und klimaschonendes Gewerbe- und Industriegebiet mit direktem Landschaftsbezug entwickeln. Beide Gewerbegebiete liegen im Umfeld des Kraftwerkstandorts Weisweiler, dem als künftigem „Industriedrehkreuz“ eine wichtige Rolle bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Region zufällt. In den beiden Faktor X-Gewerbegebieten sollen sich kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Bereich Produktion, Logistik, Handwerk sowie Forschung und Entwicklung ansiedeln.

Faktor X-Ansatz im Siedlungsbau bewährt

„Mit dem Faktor X-Ansatz lässt sich eine neue Dimension des Klima- und Ressourcenschutzes bei der Entwicklung und der Unterhaltung von Gewerbe- und Industriegebieten sowie dem Bau und Betrieb darin befindlicher Gebäude erreichen“, erläutert Klaus Dosch, Leiter der Faktor X-Agentur.  

Die bisher im Siedlungsbau erfolgreich umgesetzte Faktor X-Methodik wird dabei auf die komplexen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Neuerschließung von Gewerbe- und Industriegebieten übertragen. So soll ein Katalog von Ressourcen- und Klimaschutzmaßnahmen und ein entsprechendes Punktesystem entwickelt werden, anhand dessen Kommunen und Investoren künftig nicht nur im Rheinischen Revier, klima- und ressourcenschonende Gewerbe- und Industriegebiete realisieren können.

„Das Vorhaben eignet sich sehr gut für eine Aufnahme in die im Rheinischen Revier geplante Internationale Bau- und Technologieausstellung IBTA“, so Dosch. „Die mithilfe des Faktor X-Ansatzes entwickelten Gewerbe- und Industriestandorte eigenen sich ideal als Schaufenster für den erfolgreichen Strukturwandel in der Region.“

Sechs Projekte im Kreis Düren ausgezeichnet

Insgesamt hat die ZRR den zweiten Stern an sechs Projekte aus dem Kreis Düren verliehen:

  • Brainergy-Park Jülich
  • H2Revier – Aufbau einer Brennstoffzellen-Produktion im Rahmen einer wasserstoff-basierten Wertschöpfungskette in NRW
  • Brennstoffzellenfahrzeuge im SPNV-Netz Düren
  • Digital Nonwoven Innovation Center (D-NIC) – digital natürlich sauber
  • BRENNSTOFFZELLENFERTIGUNG.NRW – Etablierung einer durchgängigen Wertschöpfungskette zur Großserienfertigung von Brennstoffzellen
  • Faktor X – Ressourcen- und Klimaeffizienz in Gewerbe- und Industriegebieten

Landrat Wolfgang Spelthahn erklärt dazu: „Wir sind auf einem guten Weg. Ich freue mich, dass bereits jetzt so viele innovative Projekte aus dem Kreis Düren als »tragfähige Vorhaben« gelten. Darauf können wir stolz sein. Wir werden weiter daran arbeiten, dass nach und nach alle Projekte aus dem Kreis Düren ihren zweiten und ihren dritten Stern erhalten.“

Im Mai hatten insgesamt 83 Projekte aus dem Rheinischen Revier einen ersten Stern für eine „substanzielle Projektidee“ erhalten. 19 Projekte davon erhielten nun den zweiten Stern. Das Verfahren wird kontinuierlich fortgeführt, mit dem Ziel, alle 83 Projekte in die Umsetzung zu bringen. Darüber entscheidet der ZRR-Aufsichtsrat auf seinen alle sechs Wochen stattfindenden Sitzungen verdoppeln, das nächste Mal am 2. Oktober.

Weitere Informationen:
www.faktor-x.info

 

Abbildung: Die Holzhochhäuser in Wien (re.) und im norwegischen Brumunddal sind zwei prominente Beispiele für ressourceneffiziente Gewerbegebäude. Fotos © Nina Rundsveen (Mjøstårnet, Norwegen); Alexander Migl (HoHo, Wien)