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Hotspots am zukünftigen Indesee im Fokus

21.09.2021 10:43

Hotspots am zukünftigen Indesee im Fokus

Der Indener Ortsteil Schophoven rückt als „Ort der Zukunft“ im Rheinischen Revier auch überregional zunehmend in den Fokus. Bei einer Tour durch den Tagebau Inden informierten sich jetzt Vertreterinnen und Vertreter des Wirtschafts- und des Bauministeriums Nordrhein-Westfalen, der Bezirks­regierungen Köln und Arnsberg sowie der Zukunftsagentur Rheinisches Revier über die besonderen Perspektiven der Hotspots im Umfeld des zukünftigen Indesees. Auf der Agenda stand auch der Hochwasserschutz.

indeland-Geschäftsführer Jens Bröker (rechts) und der Indener Bürgermeister Stefan Pfennings (2. von rechts) informieren am Tagebau-Aussichtspunkt bei Inden über die Planungen der Ufergestaltung bei Inden/Altdorf. Hier sollen zukünftig Segelboote in einer Marina anlegen.

„Die Dimensionen des Tagebaus verdeutlichen die Größenordnung, in der die bauliche Planung des Seeumfelds stattfindet“, erläuterte Jens Bröker, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH, die einmaligen Chancen, die sich nach der Schließung des Tagebaus für die Region ergeben. „Die Bedeutsamkeit der Entwicklung im indeland, die mit dem Start der Befüllung in weniger als acht Jahren konkret wird, geht weit über die Grenzen des Reviers hinaus. Für die Akteurinnen und Akteure auch auf Landesebene ist es wichtig, sich persönlich vor Ort einen Eindruck verschaffen zu können.“

Natur- und Ressourcenschutz im Fokus

Neben Schophoven mit Gut Müllenark und dem hier geplanten ressourcenschonenden Modellquartier interessierten sich die Gäste insbesondere für die Perspektiven der Goltsteinkuppe mit dem Indemann und das bereits entstehende Naturschutzgebiet im nördlichen Bereich des Indesees. Vertreter von RWE Power erläuterten an den verschiedenen Standorten den aktuellen Stand der Rekultivierung sowie die für die nächsten Jahren geplanten Fortschritte.

„Bei der Inwertsetzung handeln wir hier in enger Partnerschaft mit den unterschiedlichen Akteuren in der Region. Wir wollen mit der Wiedernutzbarmachung und darüber hinaus wichtige und langfristig wirksame Beiträge zur Zukunft der Region leisten“, sagte Michael Eyll-Vetter, der bei RWE Power für die Bergbauplanung verantwortlich ist. Dabei spielt auch der Hochwasserschutz eine bedeutsame Rolle. Nach den starken Regenfällen war Mitte Juli das Hochwasser der Inde in großen Mengen in den Tagebau geströmt. Jetzt soll geprüft werden, wie das regionale Wassermanagement darauf reagieren kann und welche Rolle die Tagebauseen zukünftig beim Hochwasserschutz spielen könnten.

Unterstützung vom Land

Der Bürgermeister der Gemeinde Inden, Stefan Pfennings, lobte die etablierte Zusammen­arbeit mit der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH und der RWE Power AG als vorbildlich. Jetzt will er weitere Unterstützung mobilisieren. „Wir haben den Fachleuten aus den Ministerien und Landes­behörden heute die großartigen Perspektiven vor Augen geführt, die wir hier in der Region haben. Um dieses Potenzial nutzen und die räumliche und touristische Inwertsetzung des Indesees konkret angehen zu können, brauchen wir die Unterstützung der Landesebene. Wenn wir mit allen Partnern gemeinsam an einem Strang ziehen, schaffen wir günstige Voraus­setzungen für einen erfolgreichen Strukturwandel.“

Ein Schwerpunkt der Tagebau-Tour lag auf den planerischen und rechtlichen Aspekten der Indesee-Entstehung. Hier gibt es in den drei Tagebauumfeldern des Rheinischen Reviers noch eine Reihe offener Fragen. Diese sollen ab Oktober auf Initiative von indeland GmbH und Gemeinde Inden in mehreren Planungsworkshops der Zukunftsagentur Rheinisches Revier geklärt werden.

 

Die Flachwasserzone im nördlichen Bereich des Indesees ist bereits grob modelliert und teilweise mit Wasser gefüllt. Hier entsteht ein Naturschutzgebiet, das unter anderem Watvögeln als Lebensraum dienen soll.

Regina Dechering (3. von links) von der Gemeinde Inden erläutert den Vertreterinnen und Vertretern der Landesbehörden am Aussichtspunkt Schophoven die Entwicklung des Indener Ortsteils, der aufgrund seiner Lage direkt am zukünftigen Indesee als „Ort der Zukunft“ im Rheinischen Revier besonders im Fokus steht.

Gut Müllenark in Schophoven könnte zukünftig einen Hotelbetrieb mit Konferenzräumen und Wellness-Bereich beherbergen. Zusammen mit Eigentümer RWE erarbeiten Gemeinde und indeland GmbH tragfähige Nutzungskonzepte für die denkmalgeschützte und derzeit leerstehende Wasserburgenanlage.

Alle Fotos: Daniel Albrecht/indeland GmbH